Die Martyrs Primary and High School in Uganda

Die Schule wird von den „Brothers of Christian Instruction“, einem französischen Orden, geleitet und gilt als eine der besten des Landes. Bereits seit 1920 hat sich dieser Orden der Bildung armer Kinder und Waisenkinder verschrieben. Sie wollen so vielen Kindern wie möglich eine Chance auf Bildung geben. Die Schule befindet sich in den Slums der Hauptstadt Kampala, im Stadtteil Lubaga, bekannt als Lubaga Hill. Ca. 2000 SchülerInnen  aus verschiedenen Schichten, Stämmen, Religionen und Ländern, vom Norden Ugandas bis Süd -Sudan, Tansania, Kongo und Ruanda besuchen die Schule – ca. 600 davon leben im Internat. Allerdings wird es aufgrund wachsender Schülerzahlen immer schwieriger die Schule zu finanzieren. Die Qualität des Unterrichts ist sehr gut, die Lehrer sind sehr engagiert und bieten den SchülerInnen vielfältige Bildungs- und Freizeitmöglichkeiten. So gibt es beispielsweise ein sehr gutes Fußballteam, das in den letzten Jahren die meisten Pokale bei Fußballspielen zwischen Schulmannschaften gewinnen konnte. Weiterhin gibt es Musik-, Tanz- und Theatergruppen.

 

Das Leben in der Schule ist auf das Notwendigste beschränkt, sodass einzelne Klassen in den Klassenräumen zusätzlich ihren Schlafplatz finden. Die Finanzierung der Schule wird durch die vielen Flüchtlingskinder und vorwiegend Aidswaisen immer schwieriger. Die Schule fungiert deshalb als Lebensraum, Familie und teilweise neue Heimat. Die Schule hat für die SchülerInnen einen hohen Stellenwert.

 

Die Primary School zählt fast 1000 SchülerInnen, davon sind über 200 im Internat, d.h. sie leben, essen und schlafen dort. Bereits in der Grundschule fehlen Räumlichkeiten, vor allem für Mädchen, die gerne das Internat besuchen würden. Aus diesem Grund können auch nicht alle BewerberInnen aufgenommen werden. Das Kollegium besteht aus 44 LehrerInnen und BetreuerInnen.

 

Die High School ermöglicht es über 900 SchülerInnen verschiedene Abschlüsse zu absolvieren. Davon leben ca. 320 SchülerInnen im Internat und werden von 79 KollegenInnen unterrichtet und betreut. 

 

Aufgrund der hohen Anzahl an InternatsschülerInnen und den hohen Lebenshaltungskosten vor Ort, hat die Schule Schwierigkeiten, die nötigen Finanzmittel aufzubringen. Es fehlt an Dingen, die in unserem Alltag selbstverständlich sind, z.B. Wasseraufbereitungsanlagen, Wasserleitungen, Toilettenspülungen, Schlafsäle für Jungen und Mädchen (getrennt natürlich) , Schülerschreibtische, Mensa, Equipment für den Schülerchor, Internet,... Einzelne Klassen finden notgedrungen ihren Schlafplatz in den Klassenräumen. Zwischen 40 und 80 SchülerInnen in einer Klasse sind üblich.

Lernmittelfreiheit, wie bei uns selbstverständlich, gibt es dort nicht. Jeder Schüler muss Schulgeld zahlen. Für viele ist dies aber nicht möglich. Vom Staat erhält die Schule pro Schüler/ Schülerin umgerechnet ca. 2.50 € pro Monat. Die Lebenshaltungskosten sind mit den unseren vergleichbar, sodass die Kosten in keinster Weise gedeckt werden können. 

 

Deshalb haben wir es uns – neben einem Kontakt auf Augenhöhe – zur sozialen Aufgabe gemacht, diese Schule mit unseren Möglichkeiten zu unterstützen.

Dank unserer jährlichen kleinen Spenden konnten inzwischen unter anderem vier Wassertanks aufgestellt und ein Dach regensicher saniert werden. Es wäre schön, wenn sich unsere Schulpartnerschaft im Bewusstsein unserer SchülerInnen und an unserer neuen Schulgemeinschaft verankert. Eine Infowand an einer zentralen Stelle in unserer Schule zeigt uns täglich die Vielfalt unserer Partnerschule in Uganda.